 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige.
Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“.
Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
 Interkulturelle Gärten eröffnen Perspektiven. In Dachau z.B. bieten mittlerweile mehrere GärtnerInnen ihr fachliches Wissen als KursleiterInnen an der Volkshochschule an: In der SCHNEIDERwerkstatt beim Anfertigen von modischer Kleidung, in der JOBwerkstatt beim Bewerbungstraining, im CAFEbabilon beim Üben der deutschen Sprache oder beim DJUBEDJUB, dem afrikanischen Aerobic für Frauen. Mehr Infos unter: https://vhs-dachau.de/ (Suchbegriff "Wurzelgarten" eingeben).
 Für viele der über 100 Interkulturellen Gärten in Deutschland sind sie Vorbild und Ratgeber: Die Internationalen Gärten Göttingen. Am 16. September feierten sie ihr 15jähriges Bestehen. Es gratulierten Politiker, Nachbarn und Weggefährten. Christa Müller von der Stiftung Interkultur würdigte das langjährige Engagement des Vereins in ihrem Grußwort.
 Für ihr besonderes Engagement zur Integration traumatisierter Flüchtlinge erhielten Begzada Alatovic vom Interkulturellen Garten „Rosenduft“ und Pavao Hudik den ersten Integrationspreis der Stiftung ÜBERBRÜCKEN. Beide arbeiten beim Verein Südost Europa Kultur, dem Träger des Rosenduftgartens.
 Mit dem Postkartenkalender des Internationalen Frauengartens Trier gelingt der Start in die Gartensaison 2012. Abwechslungsreiche Motive begleiten durch das Jahr, angereichert mit hilfreichen Gartentipps zu Aussaat und Ernte. Der Kalender ist besonders gut als Geschenk geeignet und kostet 8,95 € (incl. Porto). Bestelladresse: frauengarten_foerdern@yahoo.de
 Eine anregende Rezeptevielfalt bietet das neue Kochbuch „Aalen is(s)t international“. Entstanden ist es im Rahmen einer Reihe mit 19 Kochaktionen der Kulturküche Aalen. Die TeilnehmerInnen, u.a. aus den Interkulturellen Gärten, kochten leckere Gerichte, tauschten Rezepte aus und stellten sie für das neue Kochbuch zur Verfügung. Mehr Infos: Kulturküche Aalen
Einfühlsam porträtiert Birgit Borsutzky in ihrem NDR-Beitrag Alena Rasina von den Internationalen Stadtteilgärten in Hannover. Mit ihrem Engagement entstand inmitten einer grauen Hochhaussiedlung auf dem Dach einer Tiefgarage ein blühendes Paradies, das die Lebensqualität der BewohnerInnen in vielerlei Hinsicht erhöht. Zum Fernsehbeitrag
 Der Garten als weltabgewandtes Refugium war gestern. In Urban Gardening ist die Rede von Gärten, die sich der Welt zuwenden. Sie boomen dort, wo es laut und selten beschaulich zugeht: mitten in der Stadt. Die AutorInnen beleuchten städtebauliche und stadtplanerische, historische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen der Rückkehr der produktiven Gärten in den urbanen Raum.
Dass Kommunen von Interkulturellen Gärten profitieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun werden sie sogar ausgezeichnet, wenn sie sich dafür einsetzen: Die Universitätsstadt Marburg erhielt im Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro, weil sie u.a. Interkulturelle Gärten in ihren Stadtquartieren unterstützt.
 „Die neue Gartenbewegung ist bunt und multikulturell. Hier werden öffentliche Flächen wie Allmenden bewirtschaftet, von Menschen zurückerobert, renaturiert und für die Selbstversorgung genutzt." Mit dieser Begründung gewann die Stiftung Interkultur und das Netzwerk Interkulturelle Gärten gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Berlin und den Münchner Krautgärten gleich zweimal den Utopia Award 2010: den Jurypreis ebenso wie den Utopia-Publikumspreis.
Das Interesse am Gärtnern in der Stadt ist ungebrochen und wird vielfach thematisch verknüpft: Im 3sat-Kulturmagazin Scobel sprechen Marco Clausen (Prinzessinnengarten Berlin) und Christa Müller (anstiftung & ertomis) über postfossile und Postwachstumsperspektiven der urbanen Landwirtschaft. Im RBB-Kulturradio und in der ORF-Reihe „Reife Ernte“ ( Teil 1, Teil 2, Teil 3) werden die Qualität unserer Lebensmittel und weitere spannende Dimensionen des Gärtnerns behandelt.
 Auf der Jahrestagung in Berlin verlieh der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstmals das Qualitätslabel Werkstatt N-Projekt 2011. Ausgezeichnet wurden das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten mit der Stiftung Interkultur und die Ausstellung „Wovon Menschen leben“ der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Die Auszeichnungstafeln wurden am 10.5.2011 von Hubert Weinzierl gemeinsam mit Bürgermeister Hep Monatzeder im Münchener Rathaus überreicht.
 Turgut Altug baute den Interkulturellen Garten im Görlitzer Park auf und ist Mitbegründer des Türkisch-Deutschen Umweltzentrums in Berlin. Für dieses Engagement erhielt er am 1.12.2010 die Integrationsmedaille der Bundesregierung. In der Begründung heißt es, Turgut Altug leiste Pionierarbeit in der Stadtökologie und stelle dabei Klischees in Frage, wenn er z.B. in Kochkursen mit türkischen Jungen den Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrungsmitteln aufzeige. Film über Turgut Altug auf Gründämmerung, die DVD über urbane Gärten
 Für sein Engagement zeichnete das Land Niedersachsen Tassew Shimeles mit dem Integrationspreis aus. Ministerin Aygül Özkan übergab den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis. Shimeles, so die Ministerin, habe „die Potenziale der gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeit als integratives Element erkannt und systematisch kreativ genutzt“. Niedersachsens Integrationsministerin Aygül Özkan (li), Shimeles und Laudatorin Cornelia Rundt (Foto: Koch)
Gärten als Lernorte, als Orte politischer Artikulation und der kulturellen und biologischen Vielfalt - u.a. mit diesen "immateriellen Früchten des Gartens" beschäftigt sich die Sendereihe von Joanna Stockhammer und Matthias Haydn, die im Juli 2010 auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks lief. Hier kann sie nachgehört werden: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Fast 8000 Euro ergab die Kollekte für Interkulturelle Gärten beim Frauengottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag in München 2010. Der Christinnenrat bat um Spenden für die Stiftung Interkultur bzw. das Netzwerk Interkulturelle Gärten. Die Stiftung Interkultur investiert die Kollekte vollständig in die finanzielle Förderung der in diesem Jahr neu entstandenen Interkulturellen Gärten. Die Kollektenansage im Wortlaut.
Kulturpflanzenvielfalt wird erst durch ihre Nutzung in Gärten und auf Äckern erhalten und weiterentwickelt. Mit dem Handbuch Bio-Gemüse setzen Andrea Heistinger und der Verein Arche Noah ein wichtiges Zeichen für Pflanzenvielfalt. Das nützliche Nachschlagwerk mit über 500 Sortenporträts thematisiert die Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse und enthält eine Fülle praktischer Tipps, Rezepte für leckere Gemüsegerichte und ein umfassendes Adressenregister. Die Stiftung Interkultur fördert Pflanzenvielfalt u.a. durch Fortbildungen und Kooperationen.
Nützliche Tipps für die Gartenpraxis, Hinweise auf interessante Veranstaltungen oder Erfahrungen mit Bienenhaltung – über all diese Themen können Interessierte sich ab sofort in dem neuen Forum auf der Internetseite der Stiftung Interkultur informieren.
Ein weiteres Mal erhielten Interkulturelle Gärten Auszeichnungen: Die Gärten in Rüsselsheim und Freising wurden mit Landesintegrationspreisen ausgezeichnet, und der Integrations- und Schulgarten in Potsdam erhielt das Band für Mut und Verständigung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.
Mehr als hundert Gärtnerinnen und Gärtner aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten über Kulturpflanzenvielfalt und den freien Zugang zu Saatgut auf der diesjährigen Netzwerktagung der Stiftung Interkultur Mitte Juni in Berlin. Fotos, Vorträge, Tagungsberichte und das Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin sind hier dokumentiert.
Sein zehnjähriges Bestehen feiert der Integrations- und Schulgarten in Potsdam. „Ihre Einrichtung", so schreibt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs in seinem Glückwunsch, „ist zu einer bekannten und geschätzten Einrichtung der Landeshauptstadt Potsdam herangewachsen“. Es sei erfreulich, dass der Garten in schweren Zeiten (gemeint sind wiederholte Brandanschläge) immer wieder Unterstützung und Hilfe erhalten habe. „Es wurde deutlich gemacht“, so der Oberbürgermeister, „dass sich die Potsdamer von den wiederholten Anschlägen nicht von der Idee der kulturellen Vielfalt im Alltag abbringen lassen und weiterhin für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander stehen."
Auf Widerstand stößt die Verwirklichung des Interkulturellen Gartens in Nürnberg. AnwohnerInnen befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie „unordentliche Beete“ und gründeten eine Initiative zur Verhinderung des Gartens. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly stellte sich hinter das Gartenprojekt: „Ich halte solche Initiativen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammenführen, die Berührungspunkte schaffen und Begegnungen ermöglichen, für sehr wichtig. Dadurch lassen sich am besten Vorurteile und Berührungsängste abbauen“, ließ er wissen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) überreichte am 27.5.2010 der Innenministerkonferenz eine von Trägern des Göttinger Friedenspreises unterzeichnete Erklärung gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo. In der Göttinger Erklärung fordern die Preisträger, unter ihnen die Stiftung Interkultur und die Internationalen Gärten Göttingen e.V., ein dauerhaftes Bleiberecht für rund 10500 langjährig in Deutschland geduldete Roma-Flüchtlinge und ihre hier geborenen und aufgewachsenen Kinder.
 Viel Aufmerksamkeit erzeugte die Studie „Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln“, die Sigrid Nökel im Auftrag der Stiftung Interkultur durchführte. Die Soziologin untersuchte u.a. Nachhaltigkeitsorientierungen von Muslimen in Interkulturellen Gärten. Das Umweltmagazin natur+kosmos machte daraus eine Titelgeschichte und 3sat sendete den sechsminütigen Filmbeitrag Grüner Islam. Zum Forschungsbericht.
 In einigen Interkulturellen Gärten wird auch geimkert, u.a. Hannover, Göttingen und Berlin-Neukölln. In Kürze werden in zwei weiteren Berliner Gärten Bienenvölker einziehen, nämlich im Rosenduftgarten (Kreuzberg) und im Wuhlegarten (Köpenick). Um sich gut vorzubereiten, organisieren die GärtnerInnen derzeit Vorträge über das Imkerhandwerk und die Haltung von Bienen.
Abgeordnete der GAL und der CDU forderten im August 2009 in einem Antrag den Hamburger Senat auf, bis Mitte 2010 ein Konzept zu entwickeln, wie Interkulturelle Gärten und City Farms in der Hansestadt unterstützt und gefördert werden können.
 Auf der 8. Internationalen Architekturbiennale 2009 in Sao Paulo/Brasilien zeigte die IBA die Internationalen Gärten Göttingen in einer Ausstellung als Pionierprojekt für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Unter dem Motto „Cities for All – Ways of Vision“ richtete die IBA Hamburg 2009 den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Sao Paulo aus. Die Ausstellung wird im Sommer 2010 auch im Kunstverein Hamburg zu sehen sein.
Auch die Interkulturellen Gärten der Schweiz sind nun im Internet präsent. Im vergangenen Jahr sind mehrere Gartenprojekte neu entstanden, u.a. in Zürich und Bern. Informationen über das Schweizer Netzwerk auf: www.interkulturelle-gaerten.ch
 Gemeinschaft ist für Interkulturelle Gärten lebenswichtig. Das zeigten auch die drei Austauschtreffen, die die Stiftung Interkultur für GärtnerInnen aus den Interkulturellen Gärten in Berlin, Kassel und Dessau zum Thema durchführte. Klaus Fischer, ein Teilnehmer, schildert in einem persönlichen Bericht seine Eindrücke.
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: info@diakonisches-werk-hannover.de
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos: bff.berlin@t-online.de
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«. Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.
 In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor. www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren. Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.
 Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute. Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze:
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Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität. Weitere Infos:
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"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".  Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake Tagungsprogramm (PDF) Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.  v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten. Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
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