Braunschweig › Der Interkulturelle Garten in Braunschweig![]() Der erste Interkulturelle Garten Braunschweigs wurde am 28. September 2007 im Norden der Stadt eingeweiht. Die Nutzfläche des Gartens beträgt 800 qm. Hervorzuheben ist die Integration in den vorwiegend durch deutsche Kleingärtner betrieben Kleingartenverein „Heideland e.V.“. Von Beginn an war eine überaus positive Hilfestellung von Seiten der Gartenfreunde zu verzeichnen. Dies zeigte sich sowohl in der Weitergabe von Erfahrungen im Bereich der Gartenpflege als auch in der Bereitstellung von Gerätschaften.Vom heutigen Stand kann gesagt werden, dass die Beziehung zwischen alt eingesessenen Gartenfreunden und den Betreibern/Nutzern des Interkulturellen Gartens von gegenseitigem Respekt und Hilfsbereitschaft gekennzeichnet ist. Dies wurde auch in der letzten Hauptversammlung des Kleingartenvereins deutlich, als zwei Nutzer – unterschiedlicher Nationalitäten – des Interkulturellen Gartens in den Vorstand gewählt wurden. Ende des Jahres 2006 entstand erstmals die Idee, einen Interkulturellen Garten in Braunschweig zu installieren. Um eine möglichst rasche Umsetzung zu erreichen wurde bereits im Januar 2007 Kontakt zum „Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde e.V.“ aufgenommen. Hintergrund der Kontaktaufnahme zum Landesverband war insbesondere der Wunsch, dass der Interkulturelle Garten in jedem Fall integrativer Bestandteil eines Kleingartenvereins sein sollte. Die bereits zu diesem Zeitpunkt feststellbare positive Resonanz des Vorstandes war Grundlage für die überaus rasche Übernahme des Gartengeländes, so dass bereits im Frühjahr 2007 die ersten Aufräumarbeiten auf dem zur Verfügung gestellten Gelände stattfinden konnten. Von diesem Zeitpunkt an wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des damaligen Projektes „FliBS – Flüchtlinge in Braunschweig“ in die Planung und praktische Gestaltung einbezogen. Nachdem es sich zum Zeitpunkt des Projektbeginns um ein EU-gefördertes Aktionsprogramm der Stadt Braunschweig handelte, hat mittlerweile eine Weiterentwicklung zu einem dreijährigen Flüchtlingsprojekt stattgefunden. Das Projekt „GliBS – Gesund leben in Braunschweig“ startete am 15. Dezember 2008 und ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Braunschweig, Sozialreferat, Büro für Migrationsfragen, der Flüchtlingshilfe e.V. „Refugium“ und dem Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde e.V. Die Förderung erfolgt durch die Europäische Union, den Europäischen Flüchtlingsfonds sowie die ARGE Braunschweig. Dieses Projekt hat sich die gesundheitliche und soziale Integration von hauptsächlich bleibeberechtigten Flüchtlingen in Braunschweig zum Ziel gesetzt. Ein wichtiger integrativer Bestandteil ist dabei der Interkulturelle Garten. Hier begegnen sich dreimal wöchentlich Flüchtlinge, Nachbarn, interessierte Bürger und Migranten verschiedener Herkunft, unterschiedlichen Alters und Lebensweise. Sie alle verbindet die gemeinsame Liebe zum Garten. Der Interkulturelle Garten ist zum Treffpunkt verschiedenster Bevölkerungsgruppen geworden, trägt zum gegenseitigen Verständnis bei und schärft vor allem den Blick auf die Lebenslage von Flüchtlingen. Des Weiteren wird die Neugier auf die Potentiale dieser Zuwanderungsgruppe geweckt, welches ein wichtiger Baustein für die Förderung der Integration ist. Der Interkulturelle Garten bietet Raum für viele Aktivitäten. Neben gärtnerischen Tätigkeiten gibt es die Möglichkeit, sich zu entspannen und an informellen Treffen, regelmäßigen Veranstaltungen sowie Informationsangeboten teilzunehmen. Themen sind u.a. Garten- und Kräuterkunde, Gesundheit- oder gesellschaftspolitische Tagesseminare. Die Förderung der Konzentrationsfähigkeit, sportliche Aktivitäten und vieles mehr ergänzen das Angebot. Unter der Voraussetzung, dass die Arbeit im Interkulturellen Garten mit der gleichen Intensität und Bereitschaft zur Mitarbeit durch die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer in den kommenden zwei Jahren weitergeführt wird, ist geplant, die Verantwortung für den Interkulturellen Garten zukünftig vollständig an interessierte Nutzer – vor allem Projetteilnehmer – zu übergeben. Kooperationspartner
Kontakt Stadt Braunschweig Sozialreferat Büro für Migrationsfragen Tel.: (0531) 470-7356 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |