Dietzenbach › Die Internationalen Gärten Dietzenbach e.V.![]() Aufgrund seiner räumlichen Fragmentierung und sozialen Segregation wurde Dietzenbach im Rahmen des Forschungsprojektes "Dietzenbach 2030 - definitiv unvollendet" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) als Beitrag zum Thema Integration aufgenommen. Durch die niedrigschwellige Beteiligungsform eines Vor-Ort-Büros gelang die Mobilisierung bisher wenig eingebundener Bevölkerungsgruppen: Von August bis November 2002 nutzten über 1000 Dietzenbacher Bürgerinnen und Bürger, überwiegend mit Migrationshintergrund, das Vor-Ort-Büro als Anlaufstelle, 260 Anfragen gingen bezüglich der Nutzung einer brach liegenden Parzelle ein, im Vordergrund stand hier der Wunsch nach einem Garten bzw. Grabeland. Eine Umsetzung der Anregungen erfolgte jedoch vorerst nicht. Erst im Zuge des Bundesmodellprogramms "Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS)" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), wurde die große Nachfrage nach einer Kleingartennutzung wieder aufgegriffen:Von Februar bis Juni 2005 waren die Stadtsoziologin Petra Günther sowie Salih Gündüz, Mitglied des Ausländerbeirats der Stadt Dietzenbach, im Rahmen eines LOS-Mikroprojektes mit der Initiierung und Koordinierung von Gruppenbildungsprozessen sowie der Schaffung eines Netzwerks von garteninteressierten Dietzenbacher Bürgerinnen befasst. ![]() Im Januar 2006 wurde dem Verein nach umfangreicher und kontinuierlicher Netzwerk- und Lobbyarbeit ein brach liegendes städtisches Grundstück zur Verfügung gestellt, im März fand auf dem Vereinsgelände der erste Spatenstich durch den Bürgermeister Herrn Gieseler statt. Die Stadt unterstützt den Verein auch weiterhin durch eine günstige Pacht. Das Bundesprogramm "Bürger initiieren Nachhaltigkeit" (BIN) ermöglichte in den Folgemonaten die weitere Realisierung. Mit dem BIN-Programm fördert die Bundesregierung im Rahmen ihrer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie lokale Nachhaltigkeitsinitiativen und honoriert bürgerschaftliches Engagement. Das BMBF hat hierfür eigens ein Förderbudget aufgelegt. Dank der finanziellen Förderung durch BIN wurde die Urbarmachung des Grundstückes ermöglicht und es konnte ein Deutschkurs für die Frauen der Mitglieder sowie weitere Dietzenbacher Migrantinnen angeboten werden. In Eigenarbeit wurde das Gelände eingezäunt und ein Brunnen gebohrt. Ebenso wurden von den Mitgliedern eine Gemeinschaftshütte und eine Komposttoilette errichtet sowie Spielmöglichkeiten für die Kinder geschaffen. Die Zahl der Vereinsmitglieder steigt kontinuierlich. Zurzeit, im Frühjahr 2009, besteht der Verein aus 17 Dietzenbacher Familien aus unterschiedlichen Herkunftsländern (Afghanistan, Deutschland, Indien, Marokko, Pakistan, Polen, Serbien, Türkei, Tschechische Republik). Preise und Auszeichnungen
Kooperationspartner
Kontakt Thomas Duram, Vorstandsmitglied Waldstraße 48a 63128 Dietzenbach Tel. (01 75) 22 22 39 0 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. www.ig-dietzenbach.de Petra Günther (BIN-Projektkoordination) Grüneburgweg 82 60323 Frankfurt (Main) E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |