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Hamburg-Wilhelmsburg › Interkulturelle Gärtenwilhelmsburg2_hh_wilhelmsburg
Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg leben 40.000 Menschen. Die alteingesessenen Familien haben Landwirtschaft und Gartenbau betrieben. Mit der Industrialisierung entstanden an den Ufern große Werften. Mit ihnen kamen polnische und russische Werftarbeiter, die in Wilhelmsburg heimisch wurden. Seit den 50er Jahren kamen zunächst portugiesische, spanische, italienische, jugoslawische, griechische und türkische Familien dorthin. Heute leben Menschen aus 40 Nationen in Wilhelmsburg zusammen.


wilhelmsburg1_hh_wilhelmsburgDie Arbeit im Hafen hat sich verändert, viele Arbeitsplätze sind abgebaut worden. Das Durchschnittseinkommen in Wilhelmsburg ist gering, die sozialen Probleme groß. Auf den brach gefallenen Fabrikgeländen sollen in den kommenden Jahren neue Gewerbe- und Wohngebiete entstehen und – in zentraler Lage in Hamburg – neue Entwicklungen anstoßen.
Vor diesem Hintergrund startete die Initiative zum Aufbau eines Interkulturellen Gartens. Der Aufbau wurde finanziell gefördert von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung. Interessierte Gärtnerinnen und Gärtner fanden sich über Beratungseinrichtungen, die Kirche sowie die vielfältig verwobenen sozialen Netze in Wilhelmsburg.
Schwierig wurde es bei der Suche nach einer geeigneten Fläche. Viele Grundstücke tragen noch ihre Geschichte im Boden: industrielle Verunreinigungen oder Folgen des zweiten Weltkriegs. Auch auf der schließlich gefundenen Fläche konnten zunächst nur in "Big-Bags" - großen Plastiktüten - gepflanzt werden. Inzwischen ist aber auch ein Teil des belasteten Bodens ausgetauscht, sodass es nun möglich ist, ein richtiges Beet zu bepflanzen.
Im jährlichen Sommer- und Erntedankfest lädt der Verein regelmäßig Interessierte ein, sich vom Wachsen und Gedeihen der Pflanzen (und des Vereins) zu überzeugen. Er präsentiert sich auch bei anderen Festen und Aktivitäten im Stadtteil und ist offen für Menschen, die in Wilhelmsburg wohnen oder heimisch werden möchten.
Gelegentliche Fortbildungen (z.B. Sprachkurs, Radfahrkurs) sollen die Integration verbessern, und auch Kenntnisse vermitteln, die für einen Einstieg in das Berufsleben hilfreich sind.

Kooperationspartner
  • Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung
  • Zukunftsrat Hamburg
  • Eine Welt Netzwerk
  • Politisches Bildungswerk Umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung
  • verikom - Verbund für Interkulturelle Kommunikation und Bildung e.V.
  • Evangelisch Lutherische Kirchengemeinde Kreuzkirche – St. Raphael
  • Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
  • Stiftung Interkultur

Kontakt
Ruth Lenz
Tel: (0 40) 75 91 91
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.interkgarten.de

Broschüre: Der Interkulturelle Garten Hamburg-Wilhelmsburg