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Eine Recherche zum Thema "Handwerk und Nachbarschaft in Interkulturellen Gärten", die die Stiftung Interkultur im Frühjahr 2009 durchführte, zeigt, dass die Gartenprojekte in vielfältiger Weise mit ihrem nachbarschaftlichen Umfeld verbunden sind und dieses durch Angebote in und aus den Gärten aktiv mitgestalten.
Beispiele:
- Schulen, Kitas, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, aber auch Beschäftigungsträger, der BUND, Jugendeinrichtungen, Mütterzentren, Hortgruppen und Kinderhäuser haben Parzellen in den Gärten.
- In manchen Gärten feiern Nachbarn (Privatpersonen, Firmen) Feste, Hochzeiten und Geburtstage. (Pyramidengarten Berlin-Neukölln, Internationaler Garten U 5 Mannheim) und der Internationale Frauengarten Trier kann nach Absprache von Gruppen zum Grillen genutzt werden)
- Es finden (Schul)Projekte für Kinder (Integrationsgarten und Internationaler Schulgarten Potsdam, Interkultureller Garten Berlin-Lichtenberg, Internationaler Mädchengarten Gelsenkirchen z.B.) und ab und an auch für Erwachsene statt, hauptsächlich zu Themen der Umweltbildung, in einigen Gärten auch internationale Jugendworkcamps. Der Integrationsgarten und Internationale Schulgarten Potsdam ist Interkultureller Garten und gleichzeitig Schulgarten, der Interkulturelle Garten Berlin-Oberschöneweide ebenso, der Interkulturelle Garten der Generationen in Berlin-Mitte ist auf dem Gelände eines Schulumweltzentrums.
- In Nienburg läuft seit Frühjahr 2009 das Bildungs- und Ermutigungsprojekt „Wurzeln schlagen und Armut bewältigen“, für Kinder im Alter von 6-10 Jahren aus dem ganzen Stadtteil. In der Vergangenheit gab es in dem Garten Entspannungskurse und es wurden Fahrradtrainings für Frauenorganisiert (nicht nur für die GärtnerInnen).
- Im Internationalen Garten Talwiese in Duderstadt werden SchülerInnen außerhalb der Schule an praktische Arbeiten in der Natur herangeführt. Im Internationalen Mädchengarten Gelsenkirchen macht eine Mädchengruppe (die Gartenladies) einer Förderschule für geistige Behinderung ihr Werkstattjahr. Sie übernehmen Pflegearbeiten für Nachbargärten und verkaufen selbst eingelegtes und eingekochtes Gemüse.
- Im Internationalen Frauengarten Trier, im Internationalen Mädchengarten Gelsenkirchen und im Generationengarten München-Milbertshofen gibt es Ferienangebote für Kinder.
- Der Internationaler Garten U 5 in Mannheim bietet Spielenachmittage für Kinder an. Einige Themen waren Kompost anlegen, Feuerstelle bauen, Kräutergarten und Gemüsebeet gestalten, Bauen mit Weiden.
- Veranstaltungen wie z.B. Kochen und Backen im Lehmofen für Menschen mit körperlicher Behinderung fanden im Interkultureller Garten Berlin-Lichtenberg statt und im Generationengarten in München-Milbertshofen organisieren die GärtnerInnen jeden Monat ein Sonntagscafé. Im Sommer nehmen das bis zu 100 Leute an.
- Fast alle Gärten veranstalten Feste mit selbstgemachten Köstlichkeiten aus Gartenprodukten und laden die Nachbarschaft ein. Teilweise finden die Feste in Kooperation mit anderen Einrichtungen statt, teilweise haben sie bestimmte Schwerpunkten (Apfelfest, Baumfest
- Es gibt Gärten, in denen Theateraufführungen, Vorträge, Märchen- und Gedichtlesungen, Musik und Kinovorführungen stattfinden (Internationaler Mehrgenerationengarten Lippstadt, Interkultureller Garten Neubrandenburg, Pyramidengarten Berlin-Neukölln)
- Einige bieten Kurse zu Weidenbau (Interkultureller Garten Erfurt), Baumschnitt (ZAK-Bewohnergärten München-Neuperlach), Rankhilfen (Internationales Gartenprojekt „Treffpunkt Garten“ in München Aubing) aber auch Malen und Yoga (Ökogarten Berlin-Zehlendorf), die auch offen für Leute aus der Nachbarschaft sind. Die Kurse im Wurzelgarten Dachau und im der Interkulturellen Gärten in Marburg werden über das Programm der Volkshochschule angekündigt.
- Vorhandene Räumlichkeiten in den Gärten können von anderen Initiativen genutzt werden (Pyramidengarten Berlin-Neukölln, Generationengarten München-Milbertshofen).
- Die Interkulturelle Gärten Bremen- Tenever haben 200 Salate an eine Einrichtung für Schwer- und Mehrfachbehinderte gespendet.
- Weitere Flächen werden mit gepflegt und gestaltet. GärtnerInnen der Interkulturellen Gärten in Marburg-Stadtwald sind Paten einer benachbarte Streuobstwiese, Vereinsmitglieder des Gartenprojekts Bunte Beete in Berlin-Kreuzberg die angrenzende Schulgrünfläche und der Bürgergarten Laskerwiese in Berlin-Friedrichshain ist zum Teil öffentlicher Park, der von den GärtnerInnen aufgebaut und gepflegt wird. Der Interkulturelle Garten in Dessau befindet sich auf einem ehemaligen Sportplatz und neben Beeten gibt es hier auch ein Beach-Volleyballfeld und einem Grillplatz. Der Internationaler Mehrgenerationengarten Lippstadt besteht neben Beeten aus einer Boulebahn, einem Schachfeld, einer Bühne, sowie Sinnespfad und Naschgarten.
- Aus dem gemeinsamen Gärtnern sind in Marburg viele Aktivitäten und Projekte hervorgegangen, z.B. ein Kochbuch, Computerkurse, Frühjahrsputz im Stadtteil, Seifenkistenrennen. Eine mobile Nachbarschaftswerkstatt ist im Entstehen, ein Abenteuergarten wird als Naturerfahrungsraum für Kinder verwirklicht. Und die Gärten sind Netzwerkpartner im Gesundheitsprojekt "mittendrin", einem Modellprojekt zur Prävention von Übergewicht bei Kindern.
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