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Forschungsprojekt Nachhaltigkeit und Religion Die Kultursoziologin Dr. Sigrid Nökel untersuchte in einem Anforschungsprojekt (Laufzeit vom 1. 5. 2007 bis zum 30. 4. 2009) Nachhaltigkeitsorientierungen und -dispositionen, die in eine kulturell und womöglich auch im engeren Sinne religiös begründete Ethik der Lebensführung eingebettet sind. Das Forschungssetting beinhaltet eine vergleichende Untersuchung von Akteuren in Interkulturellen Gärten, die deren kulturelle und religiöse Orientierungen und Erfahrungen dezidiert einschloss. Es ging in Anlehnung an die aktuelle Zivilisationstheorie (die sich auf Zivilisationen im Plural beruft) davon aus, dass sowohl traditionelle, mehr oder weniger kosmologisch orientierte und nachhaltigkeitsrelevante Wissensbestände vorhanden sind, die, u.U. bruchstückhaft und in der Verknüpfung mit anderen Elementen, in den Gärten eine praktische Umsetzung erfahren. Das Forschungsprojekt stützte sich auf theoretische und empirische Zugänge aus der Umwelt- und Alltagssoziologie, der Ethnologie, der Kulturwissenschaft und der Soziologie des Islam. Der Zugang war bewusst multipel angelegt, um die Nachhaltigkeitsperspektive um Dimensionen von Kulturalität, Pluralität und interkulturellem Austausch zu erweitern und einen Beitrag zu leisten zu einem Nachhaltigkeitsdiskurs, der die Zuwanderer und ihre spezifischen Dispositionen stärker berücksichtigt. Interkulturelle Gärten wurden als spezifischer Sozialraum verstanden, der Reflexionsprozesse über die eigene Kultur und zugleich interkulturelle Lernprozesse ermöglicht (Forschungsbericht). Ein Ergebnis dieser Arbeit floss in die Schriftenreihe "Stiftung Interkultur - Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit" ein: Sigrid Nökel: Islam, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln. Globale Diskurse und Akteure (Skript) |