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News-Archiv
2009

Prinz Charles besucht Interkulturelle Gärten prinz_charles
Drei der zahlreichen Berliner Interkulturellen Gärten - "Rosenduft", "Perivoli" und "Wuhlegarten" - stellten Prinz Charles bei seinem Hauptstadt-Besuch am 29. April ihre Projektpraxis vor. An der Seite vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich der Prinz, selbst erfahrener Gärtner und am Thema Integration interessiert, von der Vielfalt beeindruckt. Gudrun Walesch von der Stiftung Interkultur repräsentierte das bundesweite Netzwerk Interkulturelle Gärten.


Münchener Stiftungsinitiative für urbanes Gärtnern
Zunehmend treffen neue, sozial innovative Formen von Gartennutzung in den Großstädten auf traditionelles Gärtnern. Die im Sommer 2009 gegründete Münchener Stiftungsinitiative zielt auf die Anerkennung und Ausweitung der unterschiedlichen Formen des urbanen Gärtnerns. Die beteiligten Stiftungen - Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Gregor Louisoder Umweltstiftung, Schweisfurth-Stiftung sowie Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis und Stiftung Interkultur - haben zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die in München die Gestalt und Bedeutung von urbanen Gartenaktivitäten identifizieren soll. Weitere Schritte sind in Planung.

"Rosa Rose" ist umgezogen
Ein außergewöhnlicher Straßenumzug war das. Auf Lastenfahrrädern und Bollerwagen verstauten die GärtnerInnen des Nachbarschaftsgartens "Rosa Rose" ihre Pflanzen, Bäume und Sträucher, um sie in das neue Quartier Berlin-Friedrichshain sowie in andere Asyl gewährende Berliner Gärten zu bringen. Der bekannte Nachbarschaftsgarten Garten musste weichen, weil die Fläche bebaut wird. Tolle Fotos und mehr Infos unter: http://warum07.blog.de/2009/07/18/nachbarschaftsgarten-rosa-rose-umgezogen-6542671/


Integrationspreis für den Internationalen Garten Bonn
Erstmals würdigt der Integrationsrat der Stadt Bonn das Engagement von BürgerInnen, Vereinen und Organisationen im Bereich Integration. Zu den ersten Preisträgern gehört der Internationale Garten Bonn. Dieser, so die Jury, habe Vorbildcharakter für andere Projekte im Hinblick auf die Vielfalt an Nationalitäten und Kulturen. Wir gratulieren!

Die Umweltkrise ist auch eine spirituelle Krise
...sagt die Kultursoziologin Sigrid Nökel im Interview mit der Internet-Plattform qantara.de. Die Islamexpertin spricht über den neuen, global geführten Umweltdiskurs, der ökologische Themen mit einer islamischen Ethik verbindet. Sigrid Nökel veröffentlichte im April 2009 eine Studie zum Thema in der Reihe der Stiftung Interkultur »Skripte zu Migration und Nachhaltigkeit«.
Lesen Sie hier das Interview mit der Autorin.

tuerk_deu_uzTürkisch-Deutsches Umweltzentrum eröffnet
In Berlin wurde am 23. April 2009 das erste in Deutschland von einer Migrantenorganisation gegründete Umweltzentrum eröffnet. In ihren persönlich gesprochenen Grußworten stellten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening die besondere Bedeutung dieser von Dr. Turgut Altug mit viel Einsatz vorbereiteten Initiative heraus. Turgut Altug ist aktives Mitglied im Netzwerk Interkulturelle Gärten und hat den Interkulturellen Garten am Kinderbauernhof im Görlitzer Park aufgebaut. Der Gründer der MigrantInnenUmweltZeitschrift stellte die Nullnummer anlässlich der Eröffnung der Öffentlichkeit vor.
www.tdz-berlin.de/html/umweltzentrum.html

Umweltpreis der Stadt Gießen
Für die Umsetzung des Internationalen Gartens erhielt Virpi Nurmi den Umweltpreis der Stadt Gießen. Der Preis, den sich Virpi Nurmi mit zwei anderen Frauen teilt, würdigt auch ihr pädagogisches Engagement, denn in dem Garten lernen Kinder nach einem ganzheitlichen Konzept Gartenarbeit kennen. In ihrer Dankesrede rief Frau Nurmi die Gießener PolitikerInnen dazu auf, Kinder in die Planung der Landesgartenschau 2014 einzubeziehen. So könne eine nachhaltige Erziehung gelingen.

Umweltgerechtigkeit in Kommunen
Wie hängen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen? Welche Bevölkerungsgruppen sind stärker durch Umweltprobleme belastet? Mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen befasst sich ein Kongress der Deutschen Umwelthilfe vom 31. März bis 1. April 2009 in Frankfurt/M. Christa Müller von der Stiftung Interkultur referiert über den Beitrag von Interkulturellen Gärten für lokale Umweltgerechtigkeit. Weitere Infos finden Sie hier.


2008


Cem Özdemir eröffnet Interkulturellen Garten
"Interkulturelle Gärten haben sich sehr bewährt", sagte Cem Özdemir, neuer Parteichef der Grünen, am 21. November anlässlich der Eröffnung des jüngsten Berliner Interkulturellen Gartens im Görlitzer Park. Der erste Garten in Trägerschaft einer türkischen Einrichtung - dem Türkisch-Deutschen Zentrum in Berlin - soll laut Initiator Turgut Altug insbesondere das Umweltbewusstsein der Migrationsbevölkerung (re-)aktivieren.
Die taz berichtete ausführlich über die Einweihung: >" href="/images/stories/interkultur/dokumente_nicht_im_dm/news_archiv_2008/Integrationsarbeit_im_Biogarten.pdf">>>

Werkstattgespräch "Urbane Landwirtschaft"
Viele Menschen bauen mitten in der Stadt Lebensmittel an. Im dritten Werkstattgespräch "Urbane Subsistenz" der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gaben die ReferentInnen im Oktober in München einen tiefgründigen Einblick in die Vielfalt des Gärtnerns in der Stadt. Es zeigte sich eindrucksvoll, wie Selbsternteprojekte, Kiezgärten und Interkulturelle Gärten über den Anbau von Lebensmitteln in der Stadt Themen wie Stadtökologie, Belebung der Nachbarschaft, Ernährungssouveränität oder Gesundheit neu beleuchten. Das Werkstattgespräch diente auch der Vorbereitung einer Tagung zu Urbaner Landwirtschaft, die die Stiftungsgemeinschaft gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche im Oktober 2009 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstalten wird.

5000 Euro für die Interkulturellen Gärten Bayerns5000euro
Renate Ackermann, bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen, überreichte der Stiftung Interkultur am 10. September 2008 im Interkulturellen Garten Fürth einen Scheck des Sparkassenverbands Bayern über 5000 Euro. Das Geld aus Gewinnen der bayerischen Sparkassen kommt auf Wunsch der Grünen den Interkulturellen Gärten Bayerns zugute.
Fotos und mehr Infos unter: www.natuerlich-fuerth.de/index.php?id=519


So kochen wir
"So kochen wir - Rezepte aus den Internationalen Gärten Garbsen" heißt ein neu erschienenes Kochbuch der Frauen vom Gartenprojekt auf dem Kronsberg. Die Ringbuchsammlung im DIN-A-4-Format präsentiert appetitanregende Geschmackswelten, vielfältige Rezepte und hübsche Zeichnungen. Das Kochbuch kann gegen 5 Euro bestellt werden bei der Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Lehmbau in Berlin-Neukölln
Auf der "Selbsthilfebaustelle" im Pyramidengarten Neukölln lernen die TeilnehmerInnen in nur sechs Tagen, wie Lehm verarbeitet wird. Unter Anleitung der Baufachfrauen verputzen sie Innen- und Außenwände. Das Projekt wird von der EU als Teil von "Lern.Lehm" finanziert, einer Maßnahme zur Förderung der beruflichen Entwicklung und Mobilität.
Weitere Infos: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Französisch-deutscher Kinderaustausch im Rosenduftgarten
"On y va - auf geht's" - hieß der deutsch-französische Ideenwettbewerb der Robert Bosch Stiftung. Der Berliner Rosenduftgarten erhielt am 21. November den dritten Preis. Im Rahmen des Projekts konnten acht deutsche und acht französische Kinder einige Tage in der französischen Stadt Marcelle verbringen. Danach machten sie Station im Kreuzberger Rosenduftgarten, wo sie mit großem Sachverstand einen Steingarten und eine Kräuterspirale anlegten. Die Pflänzchen der Kräuterspirale wurden mit handgeschriebenen Namensschildchen in mehreren Sprachen versehen. Die Kinder erhielten außerdem Einblick in das Imkerhandwerk, rollten Kerzen aus Honigwachs und hielten selbständig erarbeitete Vorträge über Pflanzenkunde.

Eine andere Welt ist pflanzbar
Gemeinschaftsgärten in Sevilla, städtischer Gemüsebau auf Kuba, Community Gardens in Detroit und Interkulturelle Gärten in Deutschland - diese Bereicherungen urbanen Lebens standen im Mittelpunkt der Tagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" an der Universität Kassel. Die 90 Teilnehmenden aus Nord- und Mittelamerika, Afrika und Europa diskutierten vom 22.-24. Mai 2008 die städtebaulichen, sozial-kulturellen und ökonomischen Dimensionen der boomenden Nutzgärten in aller Welt und stellten sie in den globalen Kontext von Desintegration und Stadtökologie. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Vandana Shiva. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises verglich den achtsamen Geist des ökologischen Gärtnerns mit dem "monokulturellen" Vorgehen vieler transnationaler Konzerne, das die Biodiversität auf unserem Planeten bedroht. Für die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis/Stiftung Interkultur referierte Christa Müller "Zur Bedeutung von Interkulturellen Gärten für eine nachhaltige Stadtentwicklung".
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Vandana Shiva, Foto: Klaus Schaake

Tagungsprogramm (PDF)
Audiovortrag Vandana Shiva (mp3)

Baskische Regierungsdelegation im IG München-Neuperlach
Eine Regierungsdelegation der Provinz Biskaya der Autonomen Region Baskenland in Spanien war im April 2008 auf Deutschland-Besuch. Verantwortliche Regierungsmitglieder für die Bereiche Stadtplanung, kulturelle Vielfalt und Geschlechterdemokratie schauten sich ausgesuchte Projekte mit innovativem Charakter an - in München war der Interkulturelle Bewohnergarten von ZAK Neuperlach dabei. Die Basken zeigten sich begeistert und wollen nun auch in Bilbao einen Interkulturellen Garten anregen.

Interkulturelle Gärten im Parlamentarischen Beirat vorgestellt
Seyran Ates war von der Idee der Interkulturellen Gärten sofort überzeugt. Zusammen mit Christoph Bex von "Köln kickt" und Christa Müller von der Stiftung Interkultur tauschte sich die Autorin im Mai 2008 mit rund 40 Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Thema Integration aus. Zur Diskussionsrunde eingeladen hatte der Bundesverband Deutscher Stiftungen seinen Parlamentarischen Beirat und die beiden StiftungsvertreterInnen in die Berliner Dependance der BMW-Stiftung.
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v.l.: Christoph Bex, Christoph Keese, Seyran Ates, Christa Müller
Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Foto: Marc Darchinger

Biologische Vielfalt und Interkulturelle Gärten
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt. Infos unter www.biologische-vielfalt.de

Potsdam: Schon wieder ein Brandanschlag
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.

Berlin-Friedrichshain: "Rosa Rose" in Gefahr
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net

Dessau: Internationaler Workshop Flächenplanung
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.

Von der Yayla zum Kleingarten
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden zu den Interkulturellen Gärten nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten.
Frankfurt/London 2007, 116 S., € 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8