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Berlin-Mitte, Tiergarten > Der Interkulturelle Garten City im Familiengarten
![]() Auf dem Gelände Kluckstraße / Ecke Lützowstraße in Tiergarten-Süd arbeiten in ehemaligen Kitagebäuden seit den 90er Jahren verschiedene Kinder-, Jugend- und Bildungseinrichtungen. Außerdem nutzen Familien- und Gruppen aus der Nachbarschaft gerne Haus- und Garten als Treffpunkt, für Feste, für Sport und Spiel. Diese Nutzung war, ebenso wie die gesamte Kinder- und Jugendarbeit hier, immer wieder beeinträchtigt durch die Unübersichtlichkeit des nach einer Erweiterung ca. 6.000 qm großen Geländes, wodurch Drogengeschäfte und Straßenprostitution begünstigt wurden. Um eine Änderung zu bewirken, erarbeiteten FiPP e.V. – Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis und der Stadtteilverein Tiergarten-Süd ein Konzept, das darauf hinaus lief, das Gelände neu zu gliedern, es durch einen Zaun zu schützen und dadurch für familiennahe Nutzungen zu öffnen. Kernstück des Konzepts war die Einbeziehung der Menschen aus der Umgebung als aktive Mitgestalter, insbesondere im Rahmen eines Interkulturellen Gartens.Als sich Ende 2008 abzeichnete, dass aus dem Konzept mit Förderung aus Mitteln der Sozialen Stadt Wirklichkeit werden könnte, bildeten wir eine Initiativgruppe für den Interkulturellen Garten und schauten uns um, wie es anderswo läuft. Viele Anregungen bekamen wir vom Interkulturellen Garten Bunte Beete und von Gerda Münnich. Wir erarbeiteten Regeln und tauschten unsere eigenen gärtnerischen Erfahrungen aus. Vor allem sind BewohnerInnen verschiedenster Herkunft aus der Umgebung dabei sowie etliche Gruppen und Institutionen: die nahe Grundschule, die Kinder- und Jugendeinrichtung des FiPP e.V., die Moschee, die syrisch-orthododoxe Gemeinde, der Quartiersrat sowie eine Meditationsgruppe, die sich mehrmals wöchentlich auf dem Gelände trifft. Parallel und in enger Verbindung mit dem Interkulturellen Garten entstand das Projekt „Wachsen lassen“, das u.a. die Entstehung eines Pizza- und Kräutergartens für Menschen ab dem Kindergartenalter zum Ziel hat; eine Initiative von Gabriele Koll und Regine Bräuer, unterstützt mit Fördermitteln der Sozialen Stadt. Seit dem Frühjahr 2010 wird in beiden Bereichen gegärtnert. Die Fläche des Interkulturellen Gartens beträgt etwa 500 qm. Die 30 Beete sind jeweils etwa 10 qm groß, sie werden größtenteils von Familien und Gruppen bewirtschaftet. Es gibt einige Gemeinschaftsbeete, u.a. auch für die gegenüberliegende Grundschule. Wir haben eine Warteliste. Die gärtnerische Entwicklung ist eingebunden in das Gesamtkonzept Familiengarten. Durch die Anschubfinanzierung war eine Neugliederung des Geländes mit Garten-, Spiel- und Freizeitzonen möglich. Besonders wichtig war der Lehmofenbau. Angeleitet von Christine Bader, einer mit solchen Projekten erfahrenen FiPP-Kollegin und Jörg Borchardt, entstand der Lehmofen in einer mehrwöchigen Bauaktion. Er verbindet die verschiedenen Menschen, die den Garten nutzen. Wenn der Ofen angeheizt wird, kommen viele vorbei, um ein Stück Pizza oder Pesto-Brot abzubekommen. Das Konzept ist also aufgegangen. Das Gelände wird von Jung und Alt genutzt; tagsüber stehen die Tore offen und für die Abende und fürs Wochenende können Familien und Gruppen, z.B. für ein Picknick, für einen Kindergeburtstag oder für regelmäßige sportliche Aktivitäten Schlüssel bekommen. Die beteiligten GärtnerInnen haben alle Schlüssel und bemühen sich darum, aufs ganze Gelände zu schauen und auf die Nutzungsregelungen auch gegenüber anderen zu achten. Diese Regeln gibt es für den gesamten Familiengarten. Sie wurden mit dem Eigentümer des Geländes, dem Bezirksamt Mitte erarbeitet. Für alle zu klärenden Fragen wurde ein Beirat „Familiengarten“ gebildet, in dem natürlich auch der Interkulturelle Garten vertreten ist.Kooperationspartner
Kontakt Interkultureller Garten City im Familiengarten c/o FiPP e.V. – Kinder- und Jugend-Treff-Punkt Kluckstraße 11 10785 Berlin Tel.: (030) 25 79 78 63 Ansprechpersonen: Feti Bayram, Tel.: (0178) 75 10 635, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Regine Bräuer, Tel.: (030) 261 74 71, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Barbara Tennstedt, Tel.: (030) 789 908 40, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |