Berlin-Altglienicke › Interkultureller Garten![]() Schon bei der Eröffnung des ersten Interkulturellen Gartens in Berlin-Köpenick (Wuhlegarten) im Sommer 2003 äußerten Aussiedler aus den ehemaligen Sowjetrepubliken den Wunsch in Altglienicke einen Interkulturellen Garten anzulegen. Im Sommer 2006 gründete sich die "Interessengemeinschaft Interkultureller Garten Altglienicke", die seit 2007 in eine ständige Arbeitsgruppe des in Treptow-Köpenick laufenden Lokalen Agenda 21 - Prozesses umgewandelt wurde. Mit Hilfe des Bezirksamtes und des Liegenschaftsfonds Berlin gelang es 2007 eine Fläche von 3050 Quadratmeter in Altglienicke für den Interkulturellen Garten bereit zu stellen, deren Nutzung für 15 Jahre vertraglich gesichert ist. Die Trägerschaft hat der Verein Ghost e.V. übernommen. Die Herkunftsländer der Gärtnerinnen und Gärtner sind Russland, die Ukraine, Kasachstan, Aserbeidschan, Turkmenien und Deutschland. Über Arbeitsangelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung wird das Projekt vom JobCenter Treptow-Köpenick unterstützt. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung im September 2007 wurden durch den Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, Michael Müller, die ersten Parzellen feierlich übergeben. Der in Altglienicke entstehende Interkulturelle Garten hat das Ziel, zu einem generationsübergreifenden Interkulturellen Zentrum zu werden. Durch die gemeinsame Gartengestaltung, die Arbeit auf den Parzellen und die Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen entsteht eine Gemeinschaft von Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft. Im Zuge der Fertigstellung des Gartens werden öffentliche Angebote und Aktivitäten unterbreitet. Kiezfeste, Lehrpfade und Führungen für Schulklassen und Freunde exotischer Pflanzen sind zukünftig ganzjährig geplant. Im Rahmen eines Schulprojektes wird die gesamte Entwicklung des Gartens von Schülern des Anne-Frank-Gymnasiums mit Film und Foto dokumentiert.Das Einzugsgebiet ist geprägt durch Neubaugebiete (DDR-Platten- und Nachwendebauten), Einfamilienhäuser und aufgelassene Brachen. Hier treffen Spätaussiedler, Migranten (ehemalige DDR-Fremdarbeiter), Wendeverlierer, sowie Eigentümer von Einfamilienhäusern aufeinander, während als konstitutiv empfundene Lebensmerkmale Qualifikation und erwerbstätige Arbeit in der vertrauten Form weggebrochen sind. In einer derart destabilisierten Struktur sind Ängste und Ressentiments großzügig verteilt, die NPD erzielt Wahlergebnisse im zweistelligen Bereich. Das Projekt stellt eine praktische Möglichkeit dar, den konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Verbindung mit dem Lokalen Agenda 21 - Prozess wirksam werden zu lassen. Wir wollen ein positives Beispiel für Integration schaffen und somit den Argumenten der NPD-Vertreter in der BVV den Boden entziehen. Kooperationspartner
Kontakt Alexander Rückl, Klaus Wazlawik Förderverein Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick e.V. Rudower Straße 51 Berlin 12557 Tel.: (030) 6557561 Fax.: (030) 64326943 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. |